Fischeinkauf bei ALDI
Hering, Lachs, Forelle und Thunfisch enthalten ein wahres Feuerwerk an gesunden Inhaltsstoffen: hochwertige Eiweiße, gesunde Omega-3-Fettsäuren, viele wertvolle Vitamine und lebensnotwendige Spurenelemente wie Jod und Zink. Ausgezeichnete Inhaltsstoffe, die Fisch zu einem der gesündesten Lebensmittel überhaupt machen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
empfiehlt für eine ausgewogene Ernährung ein- bis zweimal wöchentlich den Genuss von Fisch. In Deutschland entdecken Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend die gesunden Aspekte von Fisch und Meeresfrüchten: Laut einer aktuellen Studie verzehrte jeder Bundesbürger im Jahr 2009 durchschnittlich 16,1 Kilogramm Fisch, Tendenz steigend.
Fisch - eine natürliche Ressource
Fisch und Meeresfrüchte gehören zu den natürlichen Ressourcen unserer Erde, deren Verfügbarkeit begrenzt ist. Durch intensive Fischereiwirtschaft in der Vergangenheit sind die Fischbestände in den Weltmeeren und Binnengewässern bereits heute zum Teil deutlich zurückgegangen.
Natürliche Ressourcen, wie beispielsweise Fisch, haben den Vorteil, dass sich ihr Vorkommen und ihre Bestände erholen können, wenn umwelt- und bestandsschonende Aspekte beim Fang und der Aufzucht berücksichtigt werden. Daher hat sich ALDI entschlossen, die Fischeinkaufspolitik an Kriterien des Umwelt- und Artenschutzes auszurichten.
Mit unserer nachhaltigen Fischeinkaufspolitik − verfolgen wir die Ziele
- Bestandsbedrohung zu vermeiden
- Bestandserholung zu fördern
- Verbrauchertransparenz zu erhöhen
Nachhaltige Fischeinkaufspolitik
Als verantwortungsvolles Einzelhandelsunternehmen ist es unser Ziel, sinnvolle Maßnahmen zu unterstützen, die der zunehmenden Gefährdung der Fischbestände in den Weltmeeren entgegenwirken.
Dabei haben wir zu berücksichtigen, dass der Aufbau einer nachhaltigen Fischeinkaufspolitik entlang der Liefer- und Produktionskette aus Sicht von Experten einen langfristigen Prozess darstellt.
ALDI hat sich konsequent auf diesen Prozess eingelassen, um den Erhalt der natürlichen Fischreserven auch für zukünftige Generationen sicherzustellen.
Die nachhaltige ALDI Fischeinkaufspolitik verfolgt folgende Grundsätze:
Auslistung akut bestandsbedrohter Fischarten;
Die Bestände einiger Fischarten sind aufgrund weltweiter Überfischung in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen und benötigen die Möglichkeit, sich zu erholen. Deshalb lautet unser erster Grundsatz, gefährdete Fischarten vollständig aus dem Verkauf zu nehmen.
Fische, die akut gefährdet sind und die wir daher zurzeit nicht mehr im Sortiment führen, sind z. B. Aal, Dornhai (Schillerlocke), Granatbarsch, Heilbutt, Schellfisch, Scholle, Seeteufel, Seezunge, Steinbeißer und Viktoriabarsch.
Die gefährdeten Fischarten Rotbarsch und Dorsch führen wir ebenfalls nicht mehr im Sortiment. Voraussichtlich bis Herbst dieses Jahres verkaufen wir nur noch vorhandene Restbestände in unseren ALDI Märkten.
Umstellung auf nicht gefährdete Arten;
Wann immer es möglich ist, stellen wir unser Fischangebot von gefährdeten auf nicht gefährdete Arten um. Beispielsweise haben wir unser Thunfischangebot durch die nicht bedrohte Thunfischart Skipjack ersetzt. Die Bestände des Skipjack-Thunfischs sind weltweit intakt und gelten als nicht bedroht.
Sukzessive Umstellung auf nachhaltig zertifizierte Fischprodukte;
Bereits heute finden unsere Kundinnen und Kunden in den ALDI Märkten ein vielfältiges Angebot an Produkten mit dem Marine-Stewardship-Council-Siegel, kurz MSC-Siegel.
Das blaue Umweltsiegel auf der Oberseite der Verpackung zeigt den Verbrauchern, dass dieser Fisch gemäß nachhaltigen Kriterien gefangen wurde und die Bestände intakt sind.
ALDI ist bestrebt, in den kommenden Jahren sein Sortimentsangebot an nachhaltig zertifizierten Fischprodukten weiter auszubauen.
Bei allen Thunfischprodukten, die Sie in den Regalen der ALDI Märkte finden, weist das unabhängige Zertifikat Dolphin Safe des Earth Island Institute (EII) darauf hin, dass der Thunfisch nicht mit Treibnetzen oder durch Einkreisen von Delfinen gefangen wurde. Das Produkt enthält nur Thunfischarten, die nicht akut gefährdet oder bestandsbedroht sind. Die Hersteller verpflichten sich ebenfalls, das International Monitoring Program (IMP) verbindlich mitzutragen. Die Mitarbeiter des EII kontrollieren die Fangboote, die Fänge, die Verarbeitung und den Weiterverkauf des Fischs in regelmäßigen Abständen nach strengen Richtlinien. So kann der Weg jedes einzelnen Thunfischs vom Fangschiff bis in unsere ALDI Märkte vollständig zurückverfolgt werden.
Aufbau von nachhaltigen Strukturen;
ALDI steht mit seinen Lieferanten in einem fachlichen Austausch, um die Nachhaltigkeit der eigenen Fischeinkaufspolitik weiter zu optimieren und eine umfassende Transparenz für die Kundinnen und Kunden sicherzustellen.
Erweiterte, verbraucherfreundliche Produktkennzeichnung;
Die einheitliche Rückverfolgbarkeitsfähigkeit unserer Rohwaren ist ein wesentlicher Faktor, um das Vertrauen der ALDI Kundinnen und Kunden in alle Qualitätsdimensionen unserer Produkte sicherzustellen. Hiermit können wir für unser gesamtes Sortiment gewährleisten, dass alle unsere Fischprodukte innerhalb unserer Lieferkette bis zum Ursprung, d. h. bis zum Fischerboot oder Zuchtbetrieb zurückverfolgt werden können.
Um Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, ihre Einkaufsentscheidung informiert treffen zu können, setzt ALDI gemeinsam mit seinen Lieferanten eine über die gesetzlich geforderten Vorgaben hinausgehende Produktkennzeichnung um.
Bereits heute findet man auf den ALDI Fischprodukten Angaben zu:
- dem allgemeinen Artnamen
- dem wissenschaftlichen (lateinischen) Artnamen
- der Produktionsmethode (Wildfang oder Aquakultur)
- der Fangmethode
- dem FAO Fanggebiet und z.T. dem Subfanggebiet bei Wildfang
Förderung bestandsschonender Aquakultur;
Zukünftig wird ALDI sein Sortimentsangebot an Fischarten aus der bestandsschonenden Aufzuchtmethode der Aquakultur erweitern
Damit werden natürliche Bestände von Wildfisch gesichert sowie Überfischung bestimmter Meeresregionen oder gefährdeter Fischarten ausgeschlossen.
Einbindung von Expertenwissen.
ALDI orientiert sich in seiner nachhaltigen Fischeinkaufspolitik zunehmend auch an Erkenntnissen unabhängiger Fischexperten und NGOs, um über aktuelle Entwicklungen in der Fischereiwirtschaft, über bedrohte Fischbestände oder -arten sowie über umstrittene Fangmethoden umfassend informiert zu sein.