Fisch-Einkaufspolitik

Ein Fischerboot auf ruhiger See – Fisch-Einkaufspolitik bei ALDI Nord

Fisch und Meerestiere

Aktuelle Zahlen1 verdeutlichen die wachsende Bedeutung der Fischerei für die Ernährung der Weltbevölkerung und zeigen gleichermaßen die damit verbundenen Herausforderungen für einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Meer auf. So beträgt die weltweite Menge an Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang jährlich 93,4 Mio. Tonnen. Parallel werden jährlich weltweit 73,6 Mio. Tonnen Fisch und Meeresfrüchte in Aquakultur produziert.

Überfischte Bestände

Bereits heute ist nahezu ein Drittel (31,4 Prozent) aller weltweiten Fischbestände überfischt. Und nach wie vor sorgen beispielsweise der Einsatz bestimmter Fangmethoden oder die illegale Fischerei dafür, dass Fischbestände von Überfischung bedroht sind. Fisch, der aus Aquakulturen stammt, wirkt dem zwar teilweise entgegen, ist aber oftmals noch nicht unter ressourcenschonenden Bedingungen produziert. Dabei hinterfragen Verbraucher zunehmend die Herkunft der Rohwaren. So sehen laut einer aktuellen Umfrage drei Viertel der Fischkonsumenten in Deutschland (73 Prozent) nachhaltigen Fischfang als Voraussetzung für den langfristigen Schutz unserer Meere und Fischbestände an2.

Nachhaltige Fisch-Einkaufspolitik

Der nachhaltige und schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist integraler Bestandteil der ALDI Nord Unternehmensverantwortung. Mit unserer Fisch-Einkaufspolitik für ALDI Nord (Deutschland) unterstützen wir Maßnahmen, die der zunehmenden Gefährdung der Fischbestände in den Weltmeeren entgegenwirken, die Ökosysteme in Meeres- und Binnengewässern schonen, das Tierwohl fördern und die Arbeitsbedingungen in der Fischereiindustrie verbessern.

In enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie mit externen Partnern haben wir unseren Anspruch an eine nachhaltige Beschaffung von Rohwaren für unsere Meerestier- und Fischereiprodukte formuliert und unsere Ziele in einer Fisch-Einkaufspolitik (PDF, 844 KB) verbindlich festgelegt.

Unsere Ziele und Maßnahmen im Überblick

I. Erhöhung des Anteils nachhaltigerer Meerestier- und Fischereiprodukte sowie Schutz von gefährdeten Fischarten

  • Wildfang:
    Bis Ende 2017 wird die Rohware für Meerestier- und Fischereiprodukte aus unserem Standard- und Saisonsortiment der Bereiche Frischfisch und Tiefkühlung MSC (Marine Stewardship Council)-zertifiziert sein.
  • Aquakultur:
    Bis Ende 2017 wird die Rohware für Meerestier- und Fischereiprodukte aus unserem Standard- und Saisonsortiment der Bereiche Frischfisch, Tiefkühlung, Kühlartikel und Konserven ASC (Aquaculture Stewardship Council)-, Bio- oder GLOBALG.A.P.-zertifiziert sein.
  • Nachhaltigere Erzeugung:
    Bei bestimmten Arten (Capelin, Krebstiere, Sardinen, Thunfisch/Skipjack, Tintenfisch, Zander) ist eine Zertifizierung nicht umfassend und dauerhaft umsetzbar. In diesen Fällen arbeiten wir intensiv mit unseren Lieferanten darauf hin, zukünftig eine Zertifizierung gewährleisten zu können und durch alternative Maßnahmen eine nachhaltigere Erzeugung zu fördern.
  • Thunfisch:
    Für nicht MSC-zertifizierten Thunfisch haben wir bereits alternative Maßnahmen formuliert und unsere Lieferanten zur Erfüllung von Mindestanforderungen verpflichtet.
  • Ausschluss von Fischarten:
    Einige Fischarten, deren Bestände akut gefährdet sind oder die die Anforderungen unserer internen Nachhaltigkeitsprüfungen nicht erfüllen, haben wir aus unserem Sortiment ausgeschlossen.
  • Verpflichtung auf Sozialstandards:
    Wir setzen uns für faire und sichere Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette ein und planen, unsere Kontrollen risikoorientiert auszuweiten. Die Einhaltung von international anerkannten Sozialstandards ist für unsere Lieferanten vertraglich verpflichtend.

II. Rückverfolgbarkeit

Unsere Lieferanten sind verpflichtet, jederzeit die lückenlose Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Produktes zu gewährleisten.

III. Deklaration von Produkten

Mit der übersichtlichen ALDI Fischkennzeichnung (Abb. 1) erhalten unsere Kunden bereits heute Herkunftsangaben, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Wir werden darüber hinaus im Jahr 2017 auf unseren Produkten mit Fischbestandteil den ALDI Transparenz Code (ATC) (Abb. 2) einführen.

Kennzeichnung des Fischproduktes mit Angaben über Orte, Methoden und Bezeichnungen – Fisch-Einkaufspolitik bei ALDI Nord
Abb. 1 - Die ALDI Fischkennzeichnung
Zwei Darstellungen des ALDI Transparenz Codes – Fisch-Einkaufspolitik bei ALDI Nord
Abb. 2 - Der ALDI Transparenz Code

Unser Engagement

Die gesamte Lieferkette im Blick

Wir wissen, dass der Aufbau von Strukturen zur Sicherung einer nachhaltigen Fisch-Einkaufspolitik entlang der gesamten Lieferkette aus Sicht von Experten einen langfristigen Prozess darstellt. Bei ALDI Nord (Deutschland) haben wir uns konsequent auf diesen Prozess eingelassen, denn wir wollen die natürlichen Reserven an Fisch und Meerestieren auch für zukünftige Generationen sicherstellen. Die wachsende Nachfrage nach ökologisch und sozial verantwortlich produziertem Fisch und Meerestieren aus Aquakulturen bedienen wir schon heute.

Regelmäßige Überprüfung

ALDI Nord (Deutschland) verpflichtet sich zu regelmäßigen Überprüfungen seiner Zielsetzung im Bereich des Einkaufs von nachhaltiger erzeugten Meerestier- und Fischereiprodukten und wird ggf. weiterführende Ziele und Maßnahmen formulieren. Eine Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich mit solchen Geschäftspartnern, die im Einklang mit unserer Fisch-Einkaufspolitik arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer

Weitere Informationen zu unseren Partnern und Standards finden Sie hier:

  • Aquaculture Stewardship Council (ASC):
    Der ASC ist eine unabhängige globale und gemeinnützige Organisation, die 2010 vom World Wide Fund for Nature (WWF) und der Sustainable Trade Initiative (IDH) gegründet wurde. Der ASC hat das Ziel, die Fischzucht weltweit nachhaltiger zu gestalten. Dazu haben Umweltschützer, Regierungsvertreter, Fischzüchter und andere Interessengruppen gemeinsam die ASC Standards für eine umweltverträgliche und sozial verantwortungsvolle Fischzucht entwickelt. Nach erfolgreicher Prüfung durch unabhängige Zertifizierungsunternehmen erhalten Lieferanten ein Zertifikat und die Erlaubnis, das ASC Logo zu verwenden.
  • Bio-Siegel:
    Alle Fischprodukte und Meeresfrüchte, die das Bio-Siegel tragen, wurden nach EU-Rechtsvorschriften produziert und kontrolliert. Das Bio-Siegel steht unter anderem für kontrollierte Wasserqualität, die Berücksichtigung des natürlichen Lebensraumes sowie Bio-zertifizierte Futtermittel.
  • GLOBALG.A.P.:
    GLOBALG.A.P. ist eine privatwirtschaftliche Organisation, die seit Ende der 1990er-Jahre weltweit freiwillige Standards zur Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten setzt. Der Standard umfasst die Verminderung umweltschädlicher Einflüsse durch die Landwirtschaft, die Reduzierung des Einsatzes von Medikamenten und chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie die Umsetzung von Maßnahmen für die Sicherheit und Gesundheit von Mensch und Tier. Im Bereich Fisch dient der Standard zur Zertifizierung von Aquakulturen.
  • Marine Stewardship Council (MSC):
    Der MSC ist eine internationale unabhängige und gemeinnützige Organisation, die das weltweit anerkannte MSC-Siegel für Fisch aus nachhaltiger Fischerei verwaltet. Wenn eine Fischerei das MSC-Siegel haben möchte, muss sie sich nach dem MSC-Umweltstandard für nachhaltige Fischerei bewerten lassen und diesen erfüllen. Auch Produzenten und Händler müssen sich regelmäßig von unabhängigen Zertifizierungsunternehmen überprüfen lassen, wenn sie Fisch mit dem blauen Siegel verkaufen wollen. So können Verbraucher sicher sein, dass Fisch mit MSC-Siegel tatsächlich aus einer nachhaltigen Fischerei stammt, die dem MSC-Standard gerecht wird.
  • Thünen-Institut:
    Das Thünen-Institut forscht fachgebietsübergreifend mit dem Ziel der nachhaltigen Weiterentwicklung der Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei. Dabei bezieht es ökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein. Es ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die wissenschaftliche Arbeit des Thünen-Instituts im Bereich Meere bildet die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände im Nordostatlantik.

1 SOFIA (The State Of World Fisheries And Aquaculture)-Bericht der Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), Juli 2016

2 MSC-Verbraucherumfrage, September 2016

* Sternchentexte und rechtliche Hinweise

* Bitte beachten Sie, dass diese Aktionsartikel im Unterschied zu unserem ständig vorhandenen Sortiment nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen. Sie können daher schon am Vormittag des ersten Aktionstages kurz nach Aktionsbeginn ausverkauft sein.

** Die Jahrgänge und Abbildungen des angebotenen Produkts können je nach Verfügbarkeit variieren.

*** Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht in allen Filialen verfügbar ist. Sollte der Artikel in Ihrer Filiale nicht mehr erhältlich sein, werden wir uns bemühen, den Artikel für Sie in einer anderen Filiale zu besorgen.

Abgelaufen

Dieses Angebot ist leider abgelaufen

Erinnerung aktiv!

Sie erhalten Ihre Erinnerung am ${date} um ${time} Uhr.

Wir senden Ihnen noch eine Nachricht per E-Mail, um ihre E-Mail Adresse zu bestätigen. Bitte klicken Sie auf den Link in der Nachricht.

Wir senden Ihnen noch eine Nachricht per SMS, um ihre Telefonnummer zu bestätigen. Bitte rufen Sie den Link in der Nachricht auf.

Wir senden Ihnen noch eine Nachricht per E-Mail und per SMS, um ihre E-Mail Adresse und Telefonnummer zu bestätigen. Bitte klicken Sie auf den Link in der Nachricht.

Erinnerung für

Fehler! Leider ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen Sie es später erneut.

Verfügbar ab

Sollen wir Sie benachrichtigen, wenn der Artikel verfügbar ist?

Bitte füllen Sie das Feld aus.
Bitte füllen Sie das Feld aus.
Hinweise
  • Um unseren kostenlosen Erinnerungsservice nutzen zu können, müssen Sie sich bei erstmaliger Nutzung authentifizieren. Bitte beachten Sie hierfür den folgenden Ablauf: Geben Sie bitte E-Mail-Adresse und/oder Handynummer ein und klicken Sie auf "Erinnerung aktivieren". Sie erhalten je nach ausgewähltem Dienst (E-Mail, SMS) einen Aktivierungslink. Diesen Link rufen Sie im nächsten Schritt auf und aktivieren somit den Erinnerungsservice. Für jede weitere Nutzung ist keine weitere Authentifizierung mehr nötig.
  • Bitte füllen Sie mindestens die mit einem * gekennzeichneten Felder aus.
  • Um dieses Formular übermitteln zu können, müssen Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers die Annahme von Cookies aktivieren.
  • Ein SMS-Versand ist nur ins deutsche Mobilfunknetz möglich.
  • Die Erinnerung kann nur versendet werden, wenn der gewählte Termin in der Zukunft liegt und Sie Ihre E-Mail-Adresse bzw. Handynummer erfolgreich authentifiziert haben.
  • Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Mobilfunknummer werden zu Übertragungszwecken, um die Erinnerung für einen ausgewählten Artikel zu versenden, sowie zu Authentifizierungszwecken für spätere Erinnerungen im Rahmen dieses Services gespeichert. Die Abmeldung/das Löschen Ihrer Daten ist jederzeit über die Seite "Erinnerungsservice Abmeldeformular" möglich. Bitte beachten Sie, dass die Aktivierung des Erinnerungsservices nur dann zulässig ist, wenn Sie selbst der Empfänger sind.