Ob in Chili con Carne, Currys oder Schokolade – Chili verleiht jedem Gericht einen scharfen Kick. Du erhältst ihn in unterschiedlichen Schärfegraden als ganze Schote, Flocken oder Pulver. Seine Sorten sind von der Tex-Mex-Küche bis zu Gerichten Südostasiens vielseitig einsetzbar. Wo die Herkunft des Chili-Gewürzes liegt, wozu es passt und wie du es verwendest, erfährst du hier in unserem Gewürzlexikon.
Obwohl Chili im Vergleich zur Gemüsepaprika sehr scharf ist, gehört die Beere zur Gattung der Paprika. Chili ist ein Sammelbegriff für zahlreiche Sorten aus Amerika und Asien. Weltweit gibt es mehrere tausend Arten des Chili-Gewürzes und am verbreitetsten ist der Spanische Pfeffer. Seine 25 Sorten sind unterschiedlich scharf: Zu ihnen gehören zum Beispiel Peperoni, Pfefferoni oder Cayenne.
Der Geschmack von Chili ist scharf und kann gleichzeitig auch erdig, süßlich, sauer oder sogar blumig sein. Die Sorte Poblano etwa schmeckt nach Anis und ist nicht sehr scharf, weshalb sie sich gut für Süßspeisen wie Schokolade eignet. Als scharfe Zugabe findet sich Chili sowohl in der mexikanischen sowie der US-amerikanischen Küche als auch in Thailand, Indien, Korea, China und Indonesien.
Hierzulande findest du das Gewürz häufig in Form von Flocken oder Pulver. Doch auch frisch kannst du verschiedene Sorten des Spanischen Pfeffers kaufen. Möchtest du Chili in deinem Garten anbauen, braucht der Halbstrauch einen sonnigen Platz. Bei weniger als 10 Grad solltest du ihn jedoch ins Haus holen, da er der Kälte nicht standhält.
Die Schote ist mehr als nur scharf: Mit viel Vitamin C, Kalium und Magnesium liefert Chili dem Körper auch wichtige Nährstoffe. Als Gewürz nimmst du ihn nur in kleinen Mengen zu dir. 100 Gramm des Gewürzes enthalten unter anderem:
Ursprünglich stammt Chili aus Mittel- und Südamerika, wo die Schote schon seit Jahrtausenden Verwendung findet. Sein Name „Spanischer Pfeffer” zeigt, welche Reise das Gewürz hinter sich hat: Als Christoph Kolumbus im 15. Jahrhundert auf seinem Weg nach Indien in Amerika landete, verglich er die Schärfe wahrscheinlich mit dem Indischen Pfeffer. So brachte er Chili als Spanischen Pfeffer zurück nach Spanien.
Auch die Portugiesen verbreiteten Chili zu dieser Zeit von Brasilien und Bolivien aus nach Afrika, in den Nahen Osten, Südostasien und Indien. Aus diesem Grund wird das Chili-Gewürz heute weltweit angebaut – einige Chili-Sorten wachsen sogar in Deutschland.
Der Schärfegrad von Chilis wird zum einen anhand seiner chemischen Zusammensetzung bestimmt. Er enthält Capsaicin, das für die Schärfe verantwortlich ist und je mehr Capsaicin enthalten ist, desto schärfer schmeckt der Chili. Auf der Scoville-Skala wird jede Art zwischen 0 und 16 Millionen eingeordnet. Der Höchstwert steht dabei für reines Capsaicin. Die Zahlen geben dabei an, wie viele Milliliter Wasser nötig sind, um einen Tropfen Chili zu neutralisieren. Einige Beispiele für den Schärfegrad von Chili-Sorten sind:
Es gibt auch Skalen, die anzeigen, wie scharf ein Chili empfunden wird. Diese Schärfegrade reichen meistens von 0 bis 10. Hast du einmal zu viel von dem scharfen Gewürz benutzt, gibt es einige Möglichkeiten, um scharfes Essen zu mildern.
Chili-Samen sind nicht scharf.
Das Capsaicin befindet sich nicht in den Samen des Chilis. Es ist in dem Fleisch und der hellen Plazenta enthalten, an der die Samen hängen. Wenn du die Samen vor dem Kochen entfernst, ändert dies also nichts an der Schärfe des Essens.
Die Sorten Chili und Peperoni gehören beide zur Gattung der Paprika. Die beiden Arten unterscheiden sich zum einen im Aussehen, zum anderen aber auch in ihrer Verwendung und Schärfe:
Die scharfe Schote gibt vielen verschiedenen Speisen einen feurigen Kick. Ob als Pulver, Ringe, ganze Schoten oder ein paar Flocken zur Dekoration – hier findest du verschiedene Ideen und Arten, um das scharfe Gewürz zuzubereiten.
Hände nach Kontakt mit Chili waschen.
Wenn du frischen Chili schneidest, trägst du am besten Handschuhe oder wäschst dir danach gründlich die Hände. Sonst reibst du dir das Capsaicin womöglich ins Auge. Nutze zunächst Öl oder Alkohol, um die Substanz von der Haut zu lösen, denn Seife allein reicht nicht aus.
Seit Oktober 2023 hält die Chili-Sorte Pepper X den Guinness-Weltrekord. Sie misst eine Schärfe von 2,69 Millionen Scoville. Zuvor galt die Sorte Carolina Reaper als schärfste Chili-Art. Sie misst 1,6 Millionen Scoville.
Ist dir ein Gericht zu scharf geworden, kannst du Chili-Gewürze mit Fett oder mehr Flüssigkeit neutralisieren. In Currys kannst du mehr Kokosmilch hinzufügen, an Fleisch mehr Butter oder Öl.
Bevor du eine Chilischote schneidest, wäschst sie zunächst gut ab. Schneide dann den Stielansatz aus und halbiere die Schote. Entferne die Plazenta, also den Teil, an dem die Samen hängen. Im Anschluss kannst du die Schote in Streifen schneiden oder würfeln.
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