Tatar: Was ist das?
Tatar ist eine besondere Art von Rinderhackfleisch. Es zeichnet sich durch hochwertiges und fettarmes Fleisch aus, das feiner zerkleinert ist als reguläres Rinderhack.
Tatar: Zusammensetzung und Verwendung.
Tatar wird auch Schabefleisch genannt und ist ein sehr mageres Rinderhack von hoher Qualität. Es wird aus sehnen- und fettarmen Fleischteilen wie der Oberschale oder sogar Rinderfilet hergestellt und darf in Deutschland nicht mehr als sieben Prozent Fett enthalten. In der Regel wird es roh verzehrt, zum Beispiel als Beefsteak Tatar mit rohem Ei, fein gehackten Zwiebeln und Sardellenfilets. Du kannst es aber auch wie ganz normales Rinderhack verwenden und beispielsweise Pasta Bolognese daraus kochen.
Tatar kann auch mit anderen Fleischsorten oder Fisch zubereitet werden. Besonders lecker ist es, wenn du es mit Thunfisch aus der Dose machst – eine schnelle und einfache Variante, die trotzdem sehr geschmackvoll ist.
Woher kommt das Wort „Tatar“?
Entstanden ist der Begriff Tatar aus einer Legende: Das Reitervolk der Tataren soll laut Erzählungen rohes Fleisch unter ihre Sättel gelegt haben, bevor sie losritten. Nach einem langen Tagesritt war das Fleisch dann zart, mürbe und bereit für den Verzehr.
Achtung: Oft wird Tatar mit Tartare verwechselt. Letzteres ist jedoch eine traditionelle, französische Soße und hat mit Rindfleisch nichts zu tun.
Tatar: Aus welchem Fleisch darf es sein?
Klassischerweise beschreibt Tatar nur Rinderschabefleisch. Inzwischen wird das Wort Tatar jedoch auch im Zusammenhang mit anderen, sehr fein gehackten Fleisch- und Fischsorten wie Pferd oder Thunfisch genutzt. Deswegen wird Rindertatar auch oft als „echtes“ Tatar bezeichnet.