Äpfel lagern: So sorgst du für mehr Haltbarkeit.
Ob Braeburn, Elstar, Jonagold oder Gala – Äpfel gibt es in zahlreichen Sorten, die sich in Konsistenz, Farbe und Geschmack merklich voneinander unterscheiden. Was sie aber alle eint, sind ihre Bedürfnisse, wenn es um ihre Aufbewahrung geht. Ob im Keller, im Kühlschrank oder in der Obstschale: Erfahre mehr darüber, wie genau du frische Äpfel lagern solltest, damit sie so lang wie möglich haltbar sind.
Wie lagert man Äpfel richtig?
Intakte frische Äpfel sind generell sehr gut lagerfähig. Unter den perfekten Umständen kannst du sie mehrere Monate bis zu einem Jahr aufbewahren. So fühlen sich deine Äpfel besonders wohl:
- Im Kühlen und Dunklen: Ein kühler, dunkler Raum, wie beispielsweise ein frostfreier Kellerraum, ist ideal. Achte auf eine konstante Temperatur zwischen 2 und 6 Grad Celsius.
- Bei hoher Feuchtigkeit: Äpfel mögen eine höhere Luftfeuchtigkeit. Eine Schale Wasser im Raum hilft bei Bedarf, die Feuchtigkeit zu erhöhen.
- Gut geschützt: Die Äpfel sollten sich nicht berühren, damit sich keine Druckstellen bilden. Du kannst beispielsweise jeden Apfel einzeln in Zeitungspapier oder Packpapier wickeln. Das schützt vor Druckstellen und verhindert, dass sich eventuell entstehende Fäulnis ausbreitet.
Apropos faulen: Überprüfe deine Äpfel vor dem Lagern unbedingt auf Druck- und Schimmelstellen. Diese Schwachpunkte führen schnell zum Verderben des Obstes. Alle ein bis zwei Wochen solltest du die eingelagerten Äpfel ebenfalls durchsehen und faulige oder matschige Exemplare schnellstmöglich aussortieren.
Feste, säuerliche Äpfel bleiben länger frisch.
Besonders gut zur Lagerung eignen sich feste, säuerliche Apfelsorten wie Boskoop, Jonagold oder Braeburn. Weichere Sorten wie Gala oder Golden Delicious verderben schneller.
Kann ich Äpfel im Kühlschrank lagern?
Das kommt darauf an. Monatelang wie im Keller halten sich deine Äpfel hier nicht. Falls du sie aber innerhalb weniger Wochen verbrauchen möchtest, ist das Gemüsefach des Kühlschranks gut geeignet.
Allerdings solltest du sie nicht zusammen mit empfindlichen Obst- oder Gemüsesorten lagern. Denn das vom Apfel ausströmende Reife-Enzym Ethylen sorgt dafür, dass umliegende Früchte schneller reifen und unter Umständen auch schneller verderben. Achte zudem auf eine höhere Luftfeuchtigkeit, aber ohne Kondenswasser. Zum Beispiel kannst du die Äpfel in Plastikbeuteln mit Löchern aufbewahren oder spezielle Behälter nutzen.
Falls du einen Apfel nur zur Hälfte gegessen hast, gehört er ebenfalls in den Kühlschrank. Wickle ihn vorher in Frischhaltefolie oder ein Bienenwachstuch ein, damit er nicht austrocknet.
Tipp: Möchtest du sie länger haltbar machen, kannst du Äpfel auch einfrieren.
Dürfen Äpfel in die Obstschale?
Ja, aber nur kurzfristig. Äpfel reifen bei Zimmertemperatur weiter und sollten getrennt von anderen Früchten gelagert werden, da sie Ethylen abgeben. Dieses Gas beschleunigt den Reifeprozess umliegender Früchte – was praktisch ist, wenn du unreifes Obst nachreifen lassen möchtest. Reife Früchte hingegen werden dadurch schneller überreif.
So bleiben geschnittene Äpfel länger frisch.
Bleiben geschnittene Apfelspalten ein bisschen an der Luft, dauert es nicht lang und sie werden braun. Denn Äpfel enthalten ein Enzym, das bei Kontakt mit Sauerstoff reagiert und das Fruchtfleisch verfärbt. So schützt sich das Obst vor Mikroorganismen. Der Geschmack bleibt zwar unverändert, die bräunliche Färbung sieht aber nicht schön aus.
Beträufelst du die Schnittfläche eines Apfels mit Zitronensaft, blockierst du diesen Prozess und verlangsamst so auch die Bräunung des Fruchtfleisches. Das Wachstum von Bakterien wird ebenfalls leicht gehemmt. Verantwortlich ist der hohe Vitamin-C-Gehalt des Zitronensafts. Denn die Ascorbinsäure, wie Vitamin C auch genannt wird, reagiert anstelle des Apfel-Enzyms mit dem Sauerstoff.
Tipp: Alternativ kannst du Apfelstücke übrigens auch in Wasser mit etwas Zitronensaft einlegen. Zu langes Einweichen kann jedoch den Geschmack verwässern.
Woran erkennt man schlecht gewordene Äpfel?
Auch bei idealen Lagerbedingungen können Äpfel schlecht werden. Doch nicht jeder Apfel mit kleinen Makeln muss direkt entsorgt werden. Äpfel mit Druckstellen oder leichten Verfärbungen können in der Regel unbesorgt gegessen werden. Schneide die Stellen einfach großzügig weg. Runzelige Äpfel sind ebenfalls noch gut für Apfelmus oder Saft geeignet.
Wenn ein Apfel dagegen nach Alkohol riecht, matschig ist oder sogar schimmelt, solltest du ihn wegwerfen. Schneide die betroffenen Stellen nicht nur weg, sondern entsorge die ganze Frucht. Der Schimmel kann tief ins Fruchtfleisch eindringen und gesundheitsschädlich sein.
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