Kürbis schälen: So geht’s richtig.
Herbstzeit ist Kürbiszeit! Ob als wärmende Suppe, herzhaftes Risotto oder zu fluffigem Kuchen verarbeitet: Speisekürbisse sind in der Küche vielseitig verwertbar. In Deutschland hat der Kürbis von September bis November Saison. Dank der schützenden Schale kann die große Beerenfrucht aber über mehrere Monate gelagert werden, sodass du sie auch im Januar noch genießen kannst. Aber müssen Kürbisse eigentlich geschält werden oder ist die Schale essbar? In welchen Fällen das so ist und wie du Hokkaido-, Butternut-Kürbis und Co. richtig schälst, erfährst du hier.
Muss Kürbis geschält werden?
Botanisch gesehen ist der Kürbis eine Beerenfrucht. Rund 800 verschiedene Sorten gibt es, darunter essbare Speisekürbisse, wie der Butternut-Kürbis, der Hokkaido-Kürbis und der Muskatkürbis. Sie werden aufgrund ihres nussig-herzhaften Aromas wie Gemüse verarbeitet. Daneben gibt es Zierkürbisse, die giftige Bitterstoffe enthalten und deshalb nicht verzehrt werden sollten.
Gut zu wissen: Bei allen Speisekürbissen ist auch der Verzehr der Schale unbedenklich, sie ist grundsätzlich essbar. Die Kürbisschale ist allerdings sehr hart. Bei manchen Sorten ist sie dünner und wird beim Kochen und im Backofen schnell butterweich. Andere Sorten haben dagegen eine dickere Schale, die du vor dem Kochen besser entfernst. So vermeidest du ein Übergaren des leckeren Fruchtfleisches.
Hinweis: In jedem Fall solltest du den Kürbis gründlich waschen und auf Bio-Produkte setzen, wenn du die Schale mitessen möchtest.
Muss ich Hokkaido-Kürbis schälen?
Nein, die Schale des runden, aus Japan stammenden Hokkaido-Kürbis wird durch Erhitzen schnell weich und kann bedenkenlos mitgegessen werden. Sie verleiht deinen Gerichten einen intensiv nussigen Geschmack. Aber: Für besonders cremige Suppen oder rohe Gerichte, zum Beispiel für ein würziges Chutney oder einen Smoothie, kannst du deinen Hokkaido-Kürbis schälen und so härtere Stückchen vermeiden.
Muss Butternut-Kürbis geschält werden?
In den meisten Fällen: ja. Der längliche Butternut-Kürbis hat eine birnenförmige Silhouette, was ihm auch den Namen Birnenkürbis einbrachte. Seine hellgelbe, glatte Schale ist fester und dicker als die des Hokkaido-Kürbis. Durch längeres Garen wird auch sie weich genug, um verzehrt zu werden. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass das orangefarbene Fruchtfleisch mit seinem angenehm buttrigen Aroma übergart. Für die meisten Gerichte ist es daher sinnvoll, den Butternut-Kürbis zu schälen. Kürbisspalten aus dem Ofen kannst du aber auch mit Schale genießen.
Muss ich Muskatkürbis schälen oder nicht?
In der Regel ist das Schälen empfehlenswert. Der Muskatkürbis gehört zu den sogenannten Moschuskürbissen. Deren essbare Schale hat je nach Reifegrad eine dunkelgrüne bis hellbraune Färbung und sieht dank ihrer gerippten Struktur besonders eindrucksvoll aus. Allerdings ist sie ähnlich dick und hart wie bei Butternut-Kürbissen. Dadurch hat sie eine deutlich längere Garzeit als das weiche Fruchtfleisch und du solltest sie für die meisten Gerichte entfernen.
Tipp: Ofenkürbis mit Schale zubereiten.
Auch Kürbis-Sorten mit dickerer Schale musst du nicht unbedingt vor dem Zubereiten schälen. So kannst du beispielsweise die Hälften eines Spaghetti-Kürbis ungeschält im Ofen garen. Nach dem Garen löst sich das Fruchtfleisch ganz einfach. Du kannst es nach Belieben mit Toppings versehen und direkt aus der Schale essen.
Kürbisse einfach schälen: So geht’s.
Wenn du beim Kochen gerne Zeit sparst, Salate mit rohem Kürbis zubereitest oder ein besonders cremiges Gericht ohne Stückchen zaubern möchtest, ist es sinnvoll, deinen Kürbis zu schälen. Mit einem scharfen Messer und der richtigen Methode gelingt es dir im Handumdrehen.
- Waschen: Wasche den Kürbis vor dem Schälen gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Bei besonders starker Verschmutzung benutzt du zusätzlich eine Gemüsebürste.
- Enden abschneiden: Lege ihn danach auf ein stabiles Schneidebrett und schneide an beiden Enden eine großzügige Scheibe ab. Stelle den Kürbis auf ein abgeschnittenes Ende für einen sicheren Stand.
- Halbieren: Vor allem bei größeren oder unhandlichen Kürbissen, wie dem Butternut-Kürbis, ist es sinnvoll, sie bereits vor dem Schälen zu halbieren. Die Kerne und Fasern entfernst du dann ganz einfach mit einem Löffel.
- Schale entfernen: Schäle den Kürbis ringsum mit einem scharfen Messer, mit einer Sägebewegung von oben nach unten.
- Zerkleinern: Ist der Kürbis immer noch zu groß oder unhandlich, schneide die Hälften in kleinere, gleich große Stücke.
Tipp: Wirf die Kürbiskerne nicht weg. Diese kannst du als leckeren Snack für zwischendurch oder als Topping für Suppen und Müslis verwenden. Wasche sie dafür gründlich ab und lass sie in einer flachen Schüssel an der Luft oder auf einem Backblech im Ofen trocknen. Röste sie in einer Pfanne mit Olivenöl und Gewürzen für ein noch intensiveres Aroma.
Aufgepasst: Kürbisse noch leichter schälen mit diesem Trick.
In rohem Zustand sind Kürbisse sehr fest und das Schälen und Zerkleinern erfordert neben einem scharfen Küchenmesser auch etwas Kraft. Doch wenn du sie erhitzt, werden sie schnell viel weicher. Das kannst du dir auch bei der Verarbeitung zu Nutze machen.
Halbiere oder viertele den Kürbis dazu zunächst. Lege dann die Stücke für etwa zwanzig Minuten bei etwa 150 Grad Celsius in den Backofen, mit den offenen Seiten nach oben. So vorgegart lässt sich die Kürbisschale einfach abziehen oder leicht abschneiden und das Fruchtfleisch nach Belieben weiter zerkleinern.
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