Bereits in der Antike schmückten sich Feldherren mit Siegeskränzen aus den Ästen und Blättern des Lorbeerbaums. Heute hat das Gewürz mit seiner aromatischen Raffinesse einen festen Platz in unserer heimischen Küche. Von deftigen Eintöpfen über delikate Soßen bis zu herzhaften Fleischspeisen: Lorbeerblätter verleihen vielen Gerichten eine unverkennbare Note. Wir verraten dir, woher das Küchenkraut ursprünglich stammt und wie du sein volles Aroma in deinen kulinarischen Kreationen entfalten kannst.
Sie entstammen dem sogenannten Echten oder Edlen Lorbeerbaum und präsentieren ein kräftiges Aroma mit einem herben, leicht bitteren Geschmack. In der Küche werden Lorbeerblätter sowohl in frischer als auch getrockneter Form verwendet. Bevorzugt eignen sie sich für diverse Suppen, Marinaden, Soßen, Fonds, Eintöpfe und Schmorgerichte, besonders in Kombination mit Fleisch und Fisch.
Die Lorbeerblätter selbst werden in der Regel nicht mitgegessen. Sie dienen lediglich der Aromatisierung des Gerichts – ähnlich wie Piment oder Koriandersamen. Beim Garen entfaltet das Gewürzlorbeer sein volles Aroma und verleiht der Speise eine unverkennbare Note. Vor dem Servieren werden die Blätter wieder entfernt.
Lorbeerblätter sind ein traditioneller Bestandteil des „Bouquet garni“, einem Kräutersträußchen aus der französischen Küche. Es wird zum Würzen von Bouillon, Suppen und Eintöpfen verwendet.
In der Antike verbreitet sich der Lorbeerbaum von Asien in den Mittelmeerraum. In milden Klimazonen wie in der Mittelmeer- und der Schwarzmeerregion fühlt sich der immergrüne Baum am wohlsten. Er erreicht dort eine Höhe von bis zu zehn Metern. Heute gilt die Türkei weltweit als Hauptlieferant und -produzent der Blätter. Das Lorbeergewächs wird im Frühjahr oder Herbst geerntet. Als Teil der Küchenkräuter kann der Echte Lorbeer auch im häuslichen Garten gepflegt werden. Wichtig ist, dass er dort stets ein sonniges Plätzchen hat.
Ob frisch oder getrocknet: Das Gewürz passt zu einer Vielzahl an Lebensmitteln. Besonders beliebt ist die Kombination mit Fleisch. In Schmorgerichten können die Blätter lange kochen und somit mehr Aroma abgeben, denn: Je länger Lorbeerblätter garen, desto intensiver schmeckt das Gericht. Verwendest du es in getrockneter Form, reichen ein bis zwei Blätter aus, um deiner Speise das gewisse Etwas zu verleihen. Frischer Gewürzlorbeer ist meistens intensiver im Geschmack. Da reicht für die Zubereitung bereits ein halbes Blatt. Zudem lässt sich das sonnenverwöhnte Küchenkraut hervorragend mit anderen Gewürzen wie Oregano oder Rosmarin kombinieren.
Tipp: Als Alternative zu Lorbeerblättern bieten sich Thymian oder Oregano an. Sie besitzen eine ähnlich herb-würzige Note.
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Nein, weder frische noch getrocknete Lorbeerblätter sind giftig. Der Echte Lorbeer, aus dessen Blättern das Gewürz gewonnen wird, ist grundsätzlich sicher für den Verzehr. Es gibt jedoch andere Lorbeerarten wie beispielsweise Kirschlorbeer, die toxisch sind und nicht gegessen werden sollten. Lorbeerblätter aus dem Supermarkt können jedoch bedenkenlos als aromatische Würze in der Küche verwendet werden.
Für gewöhnlich sind die im Handel erhältlichen Lorbeerblätter bereits getrocknet. Diese musst du also nicht erneut trocknen. Lediglich frisch geernteter Gewürzlorbeer erfordert den Trocknungsprozess, um seine Aromen zu konservieren und haltbar zu machen.
Je nach gewünschter Intensität reichen für eine Suppe zwei Lorbeerblätter aus. Hast du frischen Lorbeer zur Hand, kannst du noch sparsamer in der Dosierung sein. Hier reicht bereits ein halbes Blatt aus, um deiner Suppe ein unverkennbares Aroma zu verleihen.
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