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Sahne steif schlagen – mit oder ohne Mixer.

Sonntagnachmittag, frisch gebackener Kuchen und duftender Kaffee: Fehlt da noch etwas? Na klar, die Schlagsahne! Statt zur praktischen Sprühsahne zu greifen, ist es ein Leichtes, einen oder zwei Becher Sahne selbst steif zu schlagen. Aber warum wird Sahne eigentlich steif? Und mit welchen Tipps und Tricks gelingt das am besten? Hier erfährst du mehr.

Warum wird Sahne steif?

Das Fett der Sahne hat einen eiweißhaltigen Mantel und schwimmt tröpfchenweise in der Flüssigkeit. Beim Schlagen wird dieser Mantel beschädigt, sodass sich die Tröpfchen zu Fettklümpchen verbinden. Gleichzeitig schlägst du Luft unter die Flüssigkeit, weshalb sich auch ihr Volumen vergrößert. Dabei werden die übrigen flüssigen Bestandteile gebunden und die gesamte Masse wird fest. Schlägst du die Sahne zu lang, trennen sich die festen Bestandteile wieder von der Flüssigkeit und die Luftbläschen entweichen, sodass am Ende Butter entsteht.

Kann man Sahne ohne Sahnesteif schlagen?

Sahnesteif ist nicht notwendig, damit Sahne fest wird. Er macht sie aber stabiler. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn die geschlagene Sahne beispielsweise als Tortendeko länger halten muss oder nicht dauerhaft gekühlt wird. Sahnesteif enthält ein Bindemittel, das den Schaum verfestigt und verhindert, dass sich Wasser absetzt.

Anleitung: Sahne steif schlagen ohne Sahnesteif.

Für eine gelungene Schlagsahne sollte deine Sahne gut gekühlt sein. Noch besser funktioniert es, wenn du Rührgefäß und Rührstäbe auch vorab im Kühlschrank kühlst. Dann führst du die folgenden Schritte durch:

  1. Langsam rühren: Fülle deine Sahne in die Rührschüssel und rühre sie zuerst auf niedrigster Stufe.
  2. Schneller rühren: Sobald die Oberfläche der Flüssigkeit leicht schaumig wird, ist es an der Zeit, die Rührstärke zu erhöhen.
  3. Optional Zucker hinzugeben: Gib den Zucker für süße Schlagsahne dazu, wenn die Sahne schon fast komplett steif ist. So gelingt es besser.

Dass die Sahne langsam fest wird, erkennst du an den immer deutlicher werdenden Wellen von deinen Rührstäben. Hält die Sahne ihre Form, wenn du die Rührstäbe heraus ziehst, solltest du aufhören zu schlagen. Sonst besteht das Risiko, sie zu überschlagen. Stelle die fertige Schlagsahne direkt wieder in den Kühlschrank, bis du sie brauchst.

Tipp: Nutze als Spritzschutz ein Blatt Küchenpapier, das du beim Rühren über die Schüssel hältst. So vermeidest du, dass die feinen weißen Sahnetröpfchen aus der Schüssel geschleudert werden.

Sahne steif schlagen ohne Mixer.

Um deine Sahne ohne Mixer steif zu schlagen, benötigst du einen Schneebesen und vor allem Muskelkraft. Fülle die Sahne in ein hohes Gefäß, beispielsweise einen Rührbecher, und schlage sie mit dem Schneebesen in schnellen, kreisenden Bewegungen steif. Das wird einige Minuten länger dauern als mit dem Rührgerät. Sahnesteif beschleunigt den Prozess. Nutze dieses Hilfsmittel also ruhig, wenn du ohne Mixer arbeitest. Auch hier gilt: Lass den Zucker erst in die schon fast steife Sahne einrieseln.

Schlagsahne mit einem Schraubglas machen: So geht's.

Hast du keinen Schneebesen zur Hand, gibt es noch einen weiteren praktischen Trick, um Sahne ohne Mixer steif zu schlagen. Fülle dazu die gut gekühlte Sahne in ein ebenfalls gekühltes Schraubglas. Füge Zucker und Sahnesteif hinzu und schraube dann das Glas gut zu. Danach kommt das Glas für etwa eine Stunde in den Kühlschrank oder, falls es schneller gehen soll, für 15 Minuten ins Eisfach. Stell dir für die Eisfach-Variante unbedingt einen Timer, sonst besteht die Gefahr, dass das Glas platzt.

Nach der Kühlzeit nimmst du das Schraubglas in die Hand und schüttelst es für einige Minuten kräftig durch, bis die Sahne fest wird. Aber Achtung! Schüttelst du das Glas zu viel, wird schnell Butter daraus. Prüfe also immer mal wieder, ob deine geschlagene Sahne schon die passende Konsistenz hat.

Wann ist die Sahne steif?

Das ist abhängig davon, wie kalt die Sahne ist und welche Methode du nutzt. Schlägst du kalte Sahne mit einem Mixer und hast auch Rührschüssel sowie Rührstäbe gut gekühlt, dann dauert es etwa zwei bis drei Minuten. Die Variante mit dem Schraubglas dauert – ohne die Kühlzeit einzurechnen – mindestens vier Minuten. Auch mit dem Schneebesen dauert es natürlich länger. Wie lange genau hängt davon ab, wie geübt du darin bist, den Schneebesen zu führen. Es kann dann durchaus länger als zehn Minuten dauern.

Tipp: Dass die Schlagsahne steif ist, erkennst du daran, dass sie standfest ist. Du kannst die Schüssel umdrehen, ohne, dass etwas herunterläuft. Die Sahne sollte außerdem noch schön weiß sein. Sobald sie einen leichten Gelbstich bekommt, hat sie angefangen zu gerinnen.

Die Sahne wird nicht steif – warum?

Wenn die Sahne einfach nicht steif wird und irgendwann zu Butter gerinnt, liegt es fast immer an der Temperatur. Denn bereits ab zehn Grad Celsius wird das enthaltene Fett flüssig und die Sahne wird nicht fest. Achte also darauf, dass die Sahne und am besten auch deine Arbeitsgeräte vor dem Schlagen schön kühl sind.

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