Ein in Falten liegender, weicher cremefarbener Stoff – Textilien & Schuhe bei ALDI Nord
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Stilvoll mit Verantwortung

Als einer der größten Textileinzelhändler in Deutschland tragen wir besondere Verantwortung. Wir wollen unsere Position nutzen, um die textile Lieferkette nachhaltig zu verbessern. Mit verschiedenen Maßnahmen wollen wir erreichen, dass Mensch und Umwelt durch die Produktionsprozesse für unsere Textilien so wenig wie möglich belastet werden. Deshalb setzen wir uns für hohe Umweltstandards und faire Arbeitsbedingungen ein.

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Textilien mit dem Grünen Knopf im Sortiment (2020)

307

ALDI Audits in Produktionsstätten (2020)

82 %

Anteil nachhaltige Baumwolle¹

Vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt

Die meisten Kleidungsstücke in unseren Filialen haben einen weiten Weg hinter sich. Zum Beispiel Baumwoll-T-Shirts: Ihr Weg beginnt mit der Baumwollernte, die vor allem in Ländern wie Indien, China und den USA stattfindet. Die anschließende Produktion erfolgt zumeist in Asien: Die Baumwolle wird zunächst zu Garn versponnen. Daraus werden Stoffe hergestellt, gefärbt und gewaschen. Bei der anschließenden Konfektionierung wird der Stoff zurechtgeschnitten und genäht. Das fertige Produkt wird dann über unsere Logistikzentren in die Filialen transportiert.

Bei jedem Arbeitsschritt gibt es unterschiedliche soziale und ökologische Herausforderungen: Sie reichen von den Umweltbelastungen beim Baumwollanbau über den Chemikalieneinsatz in der Produktion bis hin zu den Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten.

Rohstoffe und Materialien: Ziele und Anforderungen

Baumwollblüten

Mit ambitionierten Zielsetzungen und Einkaufsstrategien stellen wir unser Sortiment für Textilien und Schuhe schrittweise auf nachhaltigere Materialien und Rohstoffe um.

Bis 2025 wollen wir die Textilien unserer Eigenmarken aus oder mit Baumwolle auf 100 Prozent nachhaltige Baumwolle umstellen.

Baumwolle

Baumwolle gilt als einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Textilien. Weltweit sind rund 250 Millionen Menschen in über 80 Ländern in der Baumwollproduktion beschäftigt – vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Baumwolle ist ein nachwachsender natürlicher Rohstoff und vollständig biologisch abbaubar. Doch ihr Anbau ist auch mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Risiken in den Ursprungsländern verbunden.

Baumwolle hat einen Anteil von rund 60 Prozent am Gesamtfasereinsatz bei ALDI Nord im Bereich Bekleidungs- und Heimtextilien. Wir setzen verstärkt auf Baumwolle aus nachhaltigem Anbau, um natürliche Ressourcen zu schonen und die Gesundheit der Menschen, die Baumwolle anbauen, zu schützen. Unser erklärtes Ziel lautet: Bis 2025 wollen wir die Textilien unserer Eigenmarken aus oder mit Baumwolle auf 100 Prozent nachhaltige Baumwolle umstellen. In Deutschland haben wir im Jahr 2017 eine Nationale Baumwoll-Einkaufspolitik veröffentlicht, 2020 folgte unsere Internationale Baumwoll-Einkaufspolitik. Die Einkaufspolitiken regeln den Einkauf von Eigenmarkenartikeln aus Baumwolle oder mit Baumwollanteil in den Bereichen Bekleidungs- und Heimtextilien.

Woran Sie Produkte aus nachhaltiger Baumwolle in unseren Regalen erkennen? Sie tragen Siegel von Standardorganisationen wie „Global Organic Textile Standard (GOTS)”, „Cotton made in Africa (CmiA)“, „Better Cotton Initiative (BCI)“, „Fairtrade“ oder „Organic Cotton Standard“ (OCS).

Leder

Leder ist ein hochwertiger Naturstoff und ein langlebiges Material für Textilien und Schuhe. Doch mit der Herstellung sind verschiedene Herausforderungen verbunden: Damit Leder geschmeidig und haltbar wird, muss es behandelt werden. Dafür werden oftmals Chemikalien verwendet – die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit der Beschäftigten schaden können. ALDI Nord ist seit 2015 Mitglied in der Leather Working Group (LWG). Ziel der LWG ist es, die Bedingungen in Gerbereien und bei Zwischenhändlern transparenter zu machen und nachhaltig zu verändern. Dazu gehört, dass die Hersteller in der Lederverarbeitung keine potenziell kritischen Substanzen verwenden und der Wasser- und Energieverbrauch gesenkt wird. Außerdem wird die Arbeitssicherheit regelmäßig kontrolliert. Hierzu hat die LWG ein Audit-Protokoll für die nachhaltige und verantwortungsbewusste Lederproduktion entwickelt und bei mehr als zehn Prozent der weltweiten Lederproduktion implementiert.

Seit 2017 kommt für alle ALDI Nord Artikel aus oder mit Lederbestandteilen nur Leder aus LWG-zertifizierten Gerbereien zum Einsatz.

"Cotton in-conversion": Baumwollprojekt in Indien

Mann in Baumwollplantage

ALDI Nord und ALDI SÜD unterstützen seit 2021 im Rahmen eines dreijährigen Projekts mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ca. 1.000 Kleinbäuerinnen und -bauern in Indien in der Umstellung von konventionellem Baumwollanbau zu Bio-Baumwollanbau. So wollen wir einen Beitrag leisten, den global noch sehr geringen Anteil an Bio-Baumwolle von derzeit rund 1 Prozent zu steigern und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Kleinbäuerinnen und -bauern im Bundesstaat Maharashtra zu verbessern. 

Die Umstellung von konventionellem Baumwollanbau zu ökologischem Anbau dauert rund drei Jahre. Da die Bauern in diesem Zeitraum ihre Baumwolle noch nicht als Bio-Baumwolle verkaufen können und gleichzeitig aber geringere Erträge und höhere Kosten haben, scheuen derzeit viele noch die Umstellung. 

ALDI Nord und ALDI SÜD unterstützen die Kleinbäuerinnen und -bauern in dem Umstellungsprozess durch die Zahlung von Prämien, um die Ernteverluste auszugleichen. Zudem werden die Kleinbäuerinnen und -bauern durch zwei lokale Implementierungspartner vor Ort u.a. mit Trainings für den Aufbau und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und Zugang zu hochwertigem Bio-Saatgut unterstützt. 

Die Baumwolle aus dem Projekt wird anschließend in Textilien unserer Eigenmarken weiterverarbeitet. Erste Produkte mit Baumwolle aus dem Projekt werden ab 2023 in ALDI Filialen u.a. in Deutschland erhältlich sein. 

Produktionsprozesse: Hohe Umweltstandards

Stoffe beim Färbevorgang

In der globalen Textilproduktion werden häufig Chemikalien eingesetzt. Vor allem in der sogenannten Nassproduktion – also beim Vorbehandeln und Färben, beim Drucken und Ausrüsten der Stoffe – können Substanzen zum Einsatz kommen, die ein Gesundheitsrisiko für Menschen darstellen und die Umwelt belasten. Deshalb wird der Einsatz unerwünschter Substanzen bei der Herstellung von Bekleidung, Heimtextilien und Schuhen ausgeschlossen.

Chemikalienmanagement: branchenweites Engagement

Eine positive Veränderung in der textilen Lieferkette erfordert Transparenz und gemeinsames Handeln aller Akteure der Branche. Daher arbeiten wir mit branchenweiten Standards. Wir fordern von unseren Lieferanten, in allen Nassprozessstufen die Vorgaben der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Foundation einzuhalten, die sich aus der Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) und den Wastewater Guidelines ergeben. Zudem müssen sie uns Auskunft über alle beteiligten Produktionsstätten geben.

2018 haben wir verpflichtende Chemical Management Audits (CMAs) für risikoreiche Produktionsstätten und alle neu registrierten Nassproduktionsstätten eingeführt. Die im Rahmen der CMAs erstellten Korrekturmaßnahmenpläne helfen den Produzenten u. a. bei der ordnungsgemäßen Lagerung von Chemikalien. Seit 2020 akzeptieren wir als Alternative zu CMAs auch „STeP Zertifikate“ von „OEKO-TEX®“ und „bluesign®“-Systempartnerschaften und verifizierte Higg FEMs.

Detox-Kampagne: Abschlussbericht

Seit 2015 haben wir die Ziele der Greenpeace-Detox-Kampagne durch eine freiwillige Verpflichtung (ALDI Detox Commitment) unterstützt. Gemeinsam mit Greenpeace wurde ein umfangreicher Kriterienkatalog erarbeitet, in dem anspruchsvolle, ökologische Anforderungen an die Produktion von Textilien und Schuhen definiert wurden. Die Kampagne endete 2020. Unseren ausführlichen Abschlussbericht finden Sie hier.

Förderung der Kreislaufwirtschaft

Unser Ziel ist es, die Umweltauswirkungen bei der Produktion unserer Textilien zu reduzieren. Dazu gehört es auch, Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen und wiederzuverwenden. Wir verfolgen deshalb aufmerksam die Entwicklung des Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft auf europäischer Ebene und behalten auch nationale Bemühungen wie die Sorgfaltspflicht für Produkte in Deutschland im Auge. Seit 2020 engagieren wir uns in der „Expert*innen-Gruppe Kreislaufwirtschaft“ des Bündnisses für nachhaltige Textilien und arbeiten in dieser mit den weiteren Mitgliedern an zukunftsfähigen Lösungen.

Im Jahr 2020 hatten wir erstmalig Artikel aus recyceltem Baumwollgarn von „WECYCLED®“ im Sortiment. Im Rahmen dieses Textilverfahrens werden Produktionsreste aus der Textilherstellung zu neuem Baumwollgarn statt zu Abfall. In Partnerwerkstätten werden sie von Menschen mit Handicap sortenrein getrennt und anschließend zusammen mit frischer Baumwolle zu hochwertigem WECYCLED®-Garn verarbeitet. 2021 haben wir in Deutschland über 140.000 Artikel mit WECYCLED®-Garn an unsere Kundinnen und Kunden verkauft.

2021 haben wir ein Kopfkissen und Steppbetten mit Füllfasern aus 100 Prozent recycelten PET-Flaschen angeboten, die in Zusammenarbeit mit „Plastic Bank“ hergestellt wurden. Plastic Bank ist ein Sozialunternehmen, das in Entwicklungsländern gesammelten Plastikmüll aufkauft. Ziel ist es, Armut zu bekämpfen und gleichzeitig zu verhindern, dass Plastik in Gewässer oder Ozeane gelangt. Nachdem das Plastik gesammelt wurde, wird es gewaschen, zerkleinert und getrocknet, bevor daraus anschließend auf Spinnmaschinen flauschige Fasern hergestellt werden. Durch die nachhaltige und umweltfreundliche Produktion der Polyester-Füllfasern aus 100 Prozent recycelten PET-Flaschen der Plastic Bank wurden mehr als 70 Prozent CO2 eingespart.2

Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen

Arbeiter in einer Textilfabrik

Bei der Herstellung von Textilien und Schuhen sind oft Produktionsschritte in mehreren Ländern erforderlich. Wir setzen auf langfristige, faire und zuverlässige Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten, die unser Verständnis von Qualität und Verantwortung teilen.

Wir verschaffen uns regelmäßig ein Bild der Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten unserer Lieferanten in Risikoländern. Dies erfolgt mithilfe flächendeckender Sozialaudits und Zertifizierungen, die durch externe Dienstleister durchgeführt werden, sowie mit eigenen Überprüfungen von Produktionsstätten (ALDI Social Assessments – ASAs). Vor Ort treten wir mit Stakeholdern inklusive potenziell Betroffener in einen Austausch, um negative Auswirkungen auf Menschenrechte besser erkennen und frühzeitig verhindern zu können. Wenn Probleme identifiziert werden, versuchen wir, gemeinsam mit Lieferanten und Produzenten Lösungen zu entwickeln. Im Fall von schwerwiegenden Verstößen gegen unsere Anforderungen greift ein vertraglich festgelegter Prozess. Mögliche Konsequenzen reichen von schriftlichen Verwarnungen bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung.

Produktionsland im Fokus: Bangladesch

In Bangladesch haben wir 2013 das ALDI Factory Advancement (AFA) Project gestartet. Es zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten, die Waren für ALDI herstellen, zu verbessern. Ziel ist es, den Beschäftigten vor Ort zu helfen, Probleme am Arbeitsplatz selbstständig zu adressieren und eigene nachhaltige Lösungen zu finden. Unsere Zusammenarbeit mit einer Nichtregierungsorganisation aus Bangladesch im AFA Project ist 2021 ausgelaufen (mehr zum Projekt: siehe Nachhaltigkeitsbericht 2019). Aktuell entwickeln wir ein Nachfolgeprogramm, das auf den bisherigen Erfahrungen aufbaut. Es soll pragmatische, dialogorientierte Trainings vor Ort mit Aktivitäten am Arbeitsplatz kombinieren. Der Fokus wird dabei auf konkreten Situationen im Arbeitsalltag liegen. Ein weiterer Themenschwerpunkt wird Frauenförderung sein. Auch die Einrichtung von Kindertagesstätten im Umfeld von Produktionsstätten ist geplant, damit die Kinder während der Arbeitszeit der Eltern gut betreut sind. Das Nachfolgeprojekt soll 2022 starten und ist auf zwei bis drei Jahre ausgelegt.

ALDI Nord hat im Mai 2013 das Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (engl.: Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh) gemeinsam mit anderen Wirtschaftsunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaftsverbänden unterzeichnet. Das Ziel des Accords ist es, den Brandschutz und die Gebäudesicherheit in Produktionsstätten in Bangladesch zu verbessern. Zu diesem Zweck werden u. a. Inspektionen und Trainingsmaßnahmen durchgeführt.

Um das Thema Brandschutz und Gebäudesicherheit insbesondere in Bangladesch weiter kontinuierlich zu verbessern, hat ALDI Nord im September 2021 das Nachfolgeabkommen, den International Accord for Health and Safety in the Textile and Garment Industry, unterzeichnet.

Ausführliche Informationen zur Wahrnehmung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in unseren Lieferketten erhalten Sie auf der Seite Menschenrechte. Auf der Seite Arbeitsbedingungen in der Lieferkette schilden wir zudem, welche übergreifenden Instrumente wir einsetzen, um die Arbeitsbedingungen in unseren Lieferketten  zu verbessern.

Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten für Textilien und Schuhe

Seit 2017 tragen wir Daten aus einer umfassenden Lieferantenbewertungen („CR Supplier Evaluation“) zusammen, um die Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten zu vergleichen. Ziel des Projekts: eine intensivere Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten, die bereit sind, unsere Anforderungen einzuhalten und in den von ihnen beauftragten Produktionsstätten kontinuierlich Fortschritte zu erzielen. Die langfristigere Planungssicherheit ermöglicht unseren Lieferanten, weitere Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Lieferkette zu gehen. 2019 haben wir unseren internationalen Lieferantenpool für Bekleidungstextilien definiert, 2020 folgte der Lieferantenpool für Schuhe.

Unsere Produktionsstätten

Weltkarte mit markierten Ländern mit Produktionsstätten für ALDI

Die Veröffentlichung unserer Hauptproduktionsstätten ist ein erster Schritt zur Rückverfolgbarkeit unserer Produkte entlang der Lieferkette. Damit erfüllen wir unsere Verpflichtung zur Transparenz – den „Transparency Pledge“ – der von einem Bündnis aus neun Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaften formuliert wurde. Die Liste der Produktionsstätten wird quartalsweise aktualisiert und umfasst Namen, Adressen und Mitarbeiterzahlen der relevanten Produktionsstätten sowie die dort hergestellten Warengruppen. Die Informationen werden auch parallel auf der internationalen Plattform des OAR veröffentlicht.

Der ALDI Transparenz Code (ATC) für Textilien

ATC-Logo

Mit dem ATC für Textilien bieten wir Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, die gesamte Lieferkette bis zum Land des Baumwollanbaus und somit die Entstehung ihres Textils nachzuvollziehen. Darüber hinaus bietet der ATC Textil zusätzliche Informationen, zum Beispiel zum Monitoring von Sozial- und Umweltstandards in der Lieferkette sowie zur umwelt- und materialschonenden Pflege oder fachgerechten Entsorgung nicht mehr genutzter Textilien.

Strukturelle Herausforderungen gemeinsam angehen

Uns ist bewusst, dass viele strukturelle Herausforderungen in den Ursprungsländern unserer Produkte nur in Zusammenarbeit mit anderen Partnern bewältigt werden können. Deshalb engagieren wir uns in Multi-Stakeholder-Initiativen wie dem Bündnis für nachhaltige Textilien.

Bündnis für nachhaltige Textilien

ALDI Nord ist 2015 dem Bündnis für nachhaltige Textilien beigetreten. Gemeinsam mit weiteren Bündnismitgliedern, Lieferanten und den Produktionsstätten möchten wir dazu beitragen, die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in der Textillieferkette zu verbessern und die Herstellung von Textilien aus nachhaltigen Materialien zu fördern. Unter anderem engagieren wir uns in den Experti*nnen-Gruppen „Kreislaufwirtschaft“ und „Naturfasern“ sowie in der Bündnisinitiative „Existenzsichernde Löhne“.

Staatliches Siegel: Produkte mit dem „Grünen Knopf“

Grüner Knopf Logo

Seit 2020 finden unsere Kundinnen und Kunden Textilien mit dem „Grünen Knopf“ in unseren Regalen – als weitere Orientierungshilfe für nachhaltigere Textilien. Mit diesem staatlichen Siegel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden besonders nachhaltige Produkte gekennzeichnet. ALDI Nord unterstützt diese Initiative der Regierung von Beginn an.

Der Grüne Knopf gibt eine klare Orientierung beim Einkauf. Ich freue mich, dass ALDI Nord als eines der ersten Unternehmen das staatliche Siegel eingeführt und als Vorreiter so auch früh Verantwortung übernommen hat. Denn wir müssen Solidarität auch mit den Menschen zeigen, die unsere Kleidung herstellen. Gerade in Zeiten der Coronakrise ist dies wichtiger denn je.

Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2013-2021)

Der Grüne Knopf umfasst einen strengen Anforderungskatalog. Produkte müssen dabei 26 soziale und ökologische Kriterien nachweislich erfüllen. Darüber hinaus muss auch das Unternehmen als Ganzes die Erfüllung seiner Sorgfaltspflichten anhand von 20 Kriterien nachweisen. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Prüfstellen wie den TÜV Rheinland, die die Einhaltung aller Punkte kontrollieren. Um den Grünen Knopf zu erhalten, nehmen die Prüfer sowohl das Unternehmen als auch das Produkt selbst unter die Lupe. Beide Kontrollen müssen erfolgreich ausfallen. Dann erst darf ein Produkt das Siegel tragen.

Folgende soziale und ökologische Kriterien werden unter anderem berücksichtigt:

Soziale Anforderungen für menschenwürdige Arbeit:

  • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
  • Begrenzung der Arbeitszeit und schriftliche Arbeitsverträge
  • Verbot von Diskriminierung, Belästigung und Missbrauch
  • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit
  • Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen

Ökologische Kriterien für verantwortungsvollen Umgang mit der Natur:

  • Grenzwerte für Abwasser
  • Kein Einsatz gefährlicher Chemikalien
  • Biologische Abbaubarkeit von Tensiden
  • Verbot von Weichmachern
  • Weniger CO2
  • Schadstoffgeprüfte Naturfasern

Gut für den Menschen

Der Grüne Knopf stellt verbindliche Anforderungen für menschenwürdige Arbeit – von der Zahlung von Mindestlöhnen, über die Einhaltung von Arbeitszeiten bis zum Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit.

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Gut für die Umwelt

Der Grüne Knopf verbietet zum Beispiel den Einsatz gefährlicher Chemikalien und Weichmacher und setzt verbindliche Grenzwerte für Abwasser in der Produktion.

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Vertrauen schaffen

Der Staat legt die Kriterien und Bedingungen für den Grünen Knopf fest – das schafft Klarheit und Vertrauen.

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Unabhängige Prüfung

Unabhängige Prüfstellen kontrollieren die Einhaltung der Kriterien.

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Qualität

Unsere Qualitätsanforderungen gehen über die gesetzlichen Richtlinien hinaus und beinhalten auch qualitative Leistungstest. Jeder Lieferant ist innerhalb des Produktions- und Lieferprozesses dazu verpflichtet, Prüfnachweise unabhängiger Institute vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass seine Ware allen Anforderungen entspricht. Erst wenn alle Auflagen erfüllt sind, findet sie den Weg in unsere Filialen.

Typische Qualitätsuntersuchungen bei Textilien

Die nachfolgende Auswahl an typischen Untersuchungsmethoden zeigt, wie ALDI für die gleichbleibend hohe Qualität der Artikel sorgt.

Farbechtheitsprüfungen

Diese Prüfungen werden vorgenommen, um sicherzustellen, dass es zu keinen unerwünschten Verfärbungen durch Neuware kommt. Beispielsweise wird eine sog. Reibechtheitsprüfung durchgeführt, um auszuschließen, dass dunkle Stoffe auf helle Materialien abfärben.

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit wird geprüft, um das Risiko, dass der Stoff durch Beanspruchung und Dehnung reißt, zu minimieren. Hierbei wird an einem Streifen des Materials ermittelt, bei welcher Maximalkraft das Gewebe reißt.

Wasserabweisung

Diese Prüfung wird vorgenommen, wenn ein Stoff mit einer wasserabweisenden Ausrüstung behandelt wurde. So stellen wir sicher, dass wasserabweisende Textilien, wie unsere Regenjacken, ihre Funktion erfüllen.

Passformprüfung

Mithilfe der Passformprüfung stellen wir sicher, dass wir unseren Kundinnen und Kunden ein korrekt geschnittenes und somit gut „sitzendes“ Textil zur Verfügung stellen. Die Passform von Kleidungsstücken wird von der Schnittführung und den verwendeten Materialien beeinflusst. Die Passform eines Schuhs zeichnet sich durch einen passend konstruierten Leisten aus.  Kleidungsstücke und Schuhe werden hierbei u.a. in typischen Körperhaltungen und Bewegungssitationen von erfahrenen Bekleidungs- oder Schuhtechnikern sowie Testpersonen selbst beurteilt. Wie alle unsere Prüfungen findet auch die Passformprüfung bei unabhängigen und hierfür spezialisierten Prüfinstituten statt.

1 In Eigenmarkenartikeln aus Baumwolle oder mit Baumwollanteil aus den Bereichen Bekleidungs- und Heimtextilien in Deutschland (2021).

2 Basierend auf Sustainable Apparel Coalition’s Higg Material Sustainability Index.

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